Die Grundleistung
Parkett abschleifen in Berlin
Wir nehmen die alte Oberfläche ab, bis das rohe Holz wieder da ist, und bauen darauf eine neue Oberfläche auf. Danach sieht der Boden nicht aus wie neu. Er sieht aus wie er selbst, nur ohne die letzten dreißig Jahre.
Was beim Abschleifen tatsächlich passiert
Ein Parkettschliff ist kein einzelner Arbeitsgang, sondern eine Folge von Durchgängen mit immer feinerem Korn. Der erste Durchgang ist der grobe: er trägt die alte Versiegelung, Kratzer und den Grauschleier ab und nimmt dem Boden gleichzeitig die Wellen, die er über die Jahre bekommen hat. Danach wird die Fläche mit feinerem Korn nachgearbeitet, bis die Riefen des groben Durchgangs verschwunden sind.
Die großen Flächen macht eine Bandmaschine, die Ränder und Ecken ein Randschleifer, und was beide nicht erreichen, kommt von Hand dran. Genau an diesen Übergängen sieht man später, ob sauber gearbeitet wurde. Ein Boden, bei dem der Rand einen halben Ton dunkler ist als die Mitte, ist eine Arbeit, die zu früh aufgehört hat.
Zwischen den Durchgängen werden Fugen und kleine Ausbrüche geschlossen. Der Kitt dafür wird mit dem Schleifstaub Ihres eigenen Bodens angerührt, deshalb trifft er die Farbe besser als jede Fertigmasse aus dem Eimer.
Wann sich ein Schliff lohnt
Der häufigste Fall in Berlin ist ein Boden, der nicht kaputt ist, sondern stumpf. Die Versiegelung ist durchgelaufen, in den Laufwegen liegt das Holz frei, es hat Feuchtigkeit gezogen und ist grau geworden. Das sieht schlimmer aus, als es ist: der Grauschleier sitzt meist nur wenige Zehntelmillimeter tief.
- Stumpfe, matt gelaufene Versiegelung ohne tiefere Schäden
- Kratzer, Laufwege und Möbelspuren im Lack
- Vergraute Stellen, wo die alte Oberfläche schon durch ist
- Flecken, die sich nicht mehr wegwischen lassen
- Ein Boden, der farblich in eine andere Richtung soll
- Massives Stabparkett und Mosaikparkett fast immer
Ein Schliff ist außerdem fast immer günstiger als ein neuer Boden, und bei einem Altbau ist er die einzige Möglichkeit, den vorhandenen zu behalten. Ein neu verlegter Boden sieht neu aus. Ein aufgearbeiteter sieht nach dem Haus aus, in dem er liegt.
Wann sich ein Schliff nicht lohnt
Diesen Abschnitt schreiben die meisten Betriebe nicht auf ihre Website. Wir schon, weil ein Schliff zu viel nicht rückgängig zu machen ist und weil Sie den Unterschied vorher wissen sollten.
- Die Nutzschicht ist zu dünn. Bei Fertigparkett mit sehr dünnem Furnier ist nach ein bis zwei Aufarbeitungen Schluss. Wird trotzdem geschliffen, kommt die Trägerplatte durch und der Boden ist hin.
- Es wurde schon mehrfach geschliffen. Erkennbar oft daran, dass die Nut an den Rändern sichtbar wird oder Nägel und Klammern an die Oberfläche kommen.
- Der Untergrund arbeitet. Wenn Bretter federn, sich lösen oder hohl klingen, liegt das Problem unter dem Boden. Ein Schliff macht die Oberfläche schön und das Problem bleibt.
- Es gibt einen Feuchtigkeitsschaden. Dunkle, aufgeschüsselte Bereiche nach einem Wasserschaden lassen sich nicht wegschleifen. Erst muss die Ursache weg, dann der beschädigte Bereich raus.
- Schädlingsbefall oder Fäulnis. Dann ist die Frage nicht die Oberfläche, sondern die Substanz.
Wenn wir einen dieser Fälle sehen, sagen wir es. Manchmal ist die ehrliche Antwort, dass sich der Aufwand nicht lohnt, und manchmal ist es ein Teilbereich, der raus muss, bevor der Rest geschliffen werden kann.
Wie ein Auftrag bei uns abläuft
Am Anfang steht die Frage, ob sich der Aufwand überhaupt lohnt. Dafür reicht meistens ein Foto: eine Aufnahme aus dem Stand, damit wir die Fläche und den Verlegetyp sehen, und eine aus der Nähe, damit wir den Zustand der Oberfläche einschätzen können. Tageslicht hilft, Blitz nicht, weil er den Grauschleier wegleuchtet.
Passt es grundsätzlich, kommen wir vorbei und sehen uns den Boden an. Erst dann gibt es einen Preis, der auch hält. Alles davor wäre geraten, und geratene Preise werden im Verlauf eines Auftrags größer, nicht kleiner.
Ist der Auftrag vergeben, klären wir die Reihenfolge: was Sie räumen, was wir übernehmen, welche Oberfläche auf den Boden soll und wann Sie die Räume wieder brauchen. Der letzte Punkt bestimmt oft die Wahl der Oberfläche mehr als der Geschmack.
Was Sie vorbereiten sollten
- Räume leer, Möbel raus oder in einen Raum, der nicht drankommt
- Teppichboden, Laminat und alte Beläge entfernt, Kleberreste möglichst auch
- Gardinen ab, empfindliche Dinge aus angrenzenden Räumen
- Stromanschluss im Raum, bei großen Maschinen möglichst mit ausreichender Absicherung
- Zugang geklärt: Etage, Aufzug, Parkmöglichkeit für das Fahrzeug
- Haustiere und Allergiker möglichst nicht in der Wohnung während der Arbeiten
Was davon Sie selbst machen und was wir übernehmen, ist Verhandlungssache und beeinflusst den Preis spürbar. Sagen Sie einfach, was Sie sich zutrauen.
Und danach
Nach dem Schliff ist der Boden nackt. Er muss eine Oberfläche bekommen, sonst zieht er innerhalb von Tagen wieder Schmutz und Feuchtigkeit. Zur Wahl stehen eine Versiegelung, die einen Film über das Holz legt, und ein Öl, das einzieht und die Pore offen lässt. Welche Richtung zu Ihrem Raum passt, steht im Vergleich auf der Leistungsübersicht.
Wenn Sie Dielen statt Parkett haben, gilt das meiste hier sinngemäß, aber es gibt Unterschiede beim Untergrund und bei den Fugen. Dafür haben wir eine eigene Seite.
Häufige Fragen
Wie oft kann man Parkett abschleifen?
Entscheidend ist nicht die Zahl der Schliffe, sondern was über der Nut oder der Trägerplatte noch an Holz sitzt. Bei massivem Stabparkett sind das oft mehrere Millimeter, das reicht für mehrere Aufarbeitungen über Jahrzehnte. Fertigparkett hat eine dünne Nutzschicht, manchmal nur zwei bis drei Millimeter, und jeder Schliff nimmt davon etwas weg. Wie viel noch da ist, sieht man am ehesten an einer Schnittkante, etwa an einem Lüftungsgitter oder an der Türschwelle.
Wie lange dauert das Abschleifen einer Wohnung?
Der Schliff selbst geht schneller, als die meisten erwarten. Länger dauert alles drumherum: Leisten lösen, Kanten und Ecken nacharbeiten, Fugen schließen, und vor allem die Trockenzeiten der Oberfläche. Ein einzelner Raum ist meist an einem Tag geschliffen, die Oberfläche braucht danach je nach System zusätzliche Zeit, bis sie belastbar ist. Wir nennen Ihnen den Zeitraum vor dem Start, damit Sie Einzug oder Vermietung danach planen können.
Muss ich die Räume vorher leerräumen?
Ja, die Fläche muss frei sein. Schränke und Betten müssen raus, Teppichboden und alte Beläge ebenfalls. Leichte Möbel können wir in einen anderen Raum stellen, wenn die Wohnung das hergibt. Klären Sie vorher mit uns, was Sie selbst übernehmen wollen: Räumen und Entsorgen sind ein spürbarer Teil des Aufwands und damit auch des Preises.
Was passiert mit den Fußleisten?
Damit die Fläche bis an die Wand sauber wird, müssen die Leisten in der Regel ab. Alte Leisten überstehen das nicht immer, besonders wenn sie mehrfach überstrichen und festgeklebt wurden. Wir sagen Ihnen beim Termin vor Ort, ob Ihre Leisten wiederverwendbar aussehen oder ob Sie mit neuen rechnen sollten.
Bleibt zwischen den Brettern eine Fuge?
Kleine Fugen gehören zu einem alten Boden und lassen sich mit Fugenkitt schließen, der mit dem Schleifstaub des eigenen Bodens angerührt wird. Dadurch trifft die Farbe. Bei sehr breiten Fugen ist Kitt die falsche Antwort, weil er im Jahreslauf mitarbeitet und wieder aufreißt. Dann ist ein Einsetzen von Holzstreifen die sauberere Lösung.
Weitere Leistungen
Das könnte auch dazugehören
- Dielen abschleifen Altbaudielen aufarbeiten, statt sie herauszureißen.
- Ochsenblut-Dielen abschleifen Die rote Beschichtung sitzt tief. Das ist ein eigener Arbeitsgang.
- Versiegeln und lackieren Ein Film über dem Holz, für Flächen, die viel aushalten müssen.
- Ölen Das Öl zieht ins Holz. Die Pore bleibt offen, der Boden bleibt fühlbar.
- Reparatur und Ausbessern Einzelne Dielen tauschen und Fugen schließen, bevor der ganze Boden dran glauben muss.
Nächster Schritt
Sagen Sie uns, um welchen Boden es geht
Ein Foto reicht für eine erste Einschätzung. Wenn Sie lieber sprechen, rufen Sie an.