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Ablauf

So läuft ein Bodenschliff ab

Zwischen „der Boden sieht furchtbar aus“ und „der Boden ist fertig“ liegen acht Schritte. Die meisten davon sieht man nicht, und einer davon entscheidet, wie es hinterher aussieht.

Zum Selbstbewegen

Was ein Schliff aus einem Boden macht

Ziehen Sie den Griff nach links und rechts. Auf der Tastatur geht es mit den Pfeiltasten, wenn der Griff den Fokus hat.

Altbauzimmer, die Dielen sind abgeschliffen und zeigen wieder helles Holz.
Dasselbe Zimmer mit demselben Ausschnitt, die alten Dielen sind dunkel verfärbt und fleckig.
Symbolbilder. Sie zeigen den Unterschied zwischen einem abgenutzten und einem frisch aufgearbeiteten Boden, nicht ein bestimmtes ausgeführtes Projekt.

Schritt für Schritt

Die acht Schritte

  1. Erste Einschätzung

    Ein Foto Ihres Bodens reicht, um die Frage zu klären, ob sich der Aufwand lohnt. Eine Aufnahme aus dem Stand für Fläche und Verlegeart, eine aus der Nähe für den Zustand.

  2. Termin vor Ort

    Wir sehen uns den Boden an, klopfen ihn ab, prüfen lose Bretter und die Dicke über der Nut. Erst danach gibt es einen Preis, der auch hält.

  3. Vorbereitung

    Räume leer, alte Beläge runter, Leisten ab. Lose Bretter werden befestigt, Nägel versenkt. Dieser Teil ist unspektakulär und entscheidet über das Ergebnis.

  4. Grobschliff

    Die alte Oberfläche und der Grauschleier kommen ab. Die Maschine läuft am Industriesauger, Durchgänge zu anderen Räumen sind abgeklebt.

  5. Fugen schließen

    Kitt aus dem Schleifstaub Ihres eigenen Bodens, deshalb trifft er die Farbe. Bei breiten Fugen werden stattdessen Holzstreifen eingesetzt.

  6. Feinschliff

    Weitere Durchgänge mit feinerem Korn, bis die Riefen des groben Durchgangs weg sind. Ränder, Ecken und Übergänge separat.

  7. Oberfläche

    Öl oder Versiegelung, in mehreren Aufträgen mit Trockenzeiten dazwischen. Zwischen den Schichten wird noch einmal leicht angeschliffen.

  8. Aushärten

    Begehbar ist nicht belastbar. In dieser Zeit keine Möbel, keine Teppiche. Wie lange das dauert, sagen wir vorher, damit Sie danach planen können.

Die Staubfrage

Staubarm, nicht staubfrei

Das ist die Frage, die am häufigsten gestellt wird, und die am häufigsten falsch beantwortet wird. Wer Ihnen „staubfreies Schleifen“ verspricht, war noch nie dabei, wenn eine alte Versiegelung abgetragen wird.

Was wirklich passiert: die Schleifmaschinen hängen am Industriesauger und ziehen den Abrieb direkt dort ab, wo er entsteht. Das erwischt den allergrößten Teil. Türen und Durchgänge zu Räumen, die nicht gemacht werden, kleben wir ab. Zwischen den Arbeitsgängen wird abgesaugt, sonst landet der Staub in der frischen Oberfläche.

Was trotzdem übrig bleibt: ein feiner Film auf waagerechten Flächen im Arbeitsraum, Fensterbänke, Heizkörper, Kanten. Wir hinterlassen die Fläche besenrein. Eine Feinreinigung danach ist trotzdem sinnvoll, und empfindliche Dinge räumen Sie besser vorher aus den Nachbarräumen.

Bei alten Farbanstrichen wie Ochsenblut gilt das doppelt. Wenn Sie den Verdacht haben, dass problematische Bestandteile im Anstrich stecken, sagen Sie es vor dem Start.

Schleifmaschine mit angeschlossenem Industriesauger in einem leeren, sauberen Raum ohne sichtbaren Staub.
Symbolbild.

Die Arbeit im Detail

Zwei Stellen, an denen sich Sorgfalt zeigt

Nahaufnahme: ein Randschleifer wird dicht an der Fußleiste entlanggeführt, das Holz dahinter ist deutlich heller.
Der Rand. Die große Maschine kommt nicht bis an die Wand. Was dort passiert, macht ein Randschleifer und zum Teil die Hand. Wenn der Rand später dunkler ist als die Mitte, wurde hier zu früh aufgehört. Symbolbild.
Nahaufnahme: Fugenkitt wird mit einer Kelle in die Fugen zwischen den Dielen verteilt.
Die Fugen. Der Kitt wird mit dem Schleifstaub Ihres Bodens angerührt, deshalb trifft er die Farbe. Bei breiten Fugen ist Kitt die falsche Antwort, weil er im Winter wieder aufreißt. Symbolbild.

Fragen zum Ablauf

Kann ich während der Arbeiten in der Wohnung bleiben?

In einer größeren Wohnung, in der raumweise gearbeitet wird, geht das meistens. In einer kleinen Wohnung ist es unangenehm, weil Maschinen laut sind und die Flächen nach dem Auftrag der Oberfläche nicht betreten werden dürfen. Wenn jemand im Haushalt empfindlich auf Staub oder Gerüche reagiert, planen Sie besser ein paar Tage woanders ein.

Wie laut ist das?

Laut. Eine Bandschleifmaschine und ein Industriesauger sind zusammen deutlich lauter als ein Staubsauger. Sagen Sie Ihren Nachbarn vorher Bescheid, das erspart allen Ärger. Gearbeitet wird zu üblichen Zeiten, nicht abends und nicht am Wochenende.

Was ist mit dem Altmaterial?

Alter Teppichboden, Kleberreste, ausgebaute Leisten und Schleifstaub fallen an und müssen weg. Ob wir das mitnehmen oder Sie es entsorgen, gehört zu den Punkten, die vorher geklärt werden, weil es sich im Preis bemerkbar macht.

Können Sie einzelne Räume nacheinander machen?

Ja, und bei bewohnten Wohnungen ist das oft der einzige praktikable Weg. Es kostet etwas mehr, weil jeder Raum eigenes Einrichten und eigene Trockenzeiten bedeutet. Dafür bleibt die Wohnung nutzbar. Was sinnvoll ist, hängt vom Zuschnitt ab.

Nächster Schritt

Sagen Sie uns, wann die Wohnung fertig sein muss

Der Termin bestimmt die Wahl der Oberfläche mehr als der Geschmack. Je früher wir ihn kennen, desto besser passt der Plan.

Kein Anrufbeantworter-Kreisel: wenn gerade eine Maschine läuft, rufen wir zurück.

Foto Anrufen Anfrage